Design der Trauringe

 

Design der TrauringeMaterialwahl

Die die Schmuckstücke in der Regel täglich getragen werden, spielt die Auswahl des passenden Materials eine große Rolle. Häufig wird Gold oder Platin als Material für die Eheringe ausgewählt. Tipp: Auf eine nickelfreie Legierung sollte geachtet werden, um Allergien vorzubeugen. Dies gilt auch für Menschen, bei denen keine Allergien bekannt sind, denn diese können sich bei Kontakt zu bestimmten Materialien auch ausbilden. Für potentielle Allergiker: Laut Gesetz dürfen Schmuckstücke als „nickelfrei“ angeboten werden, obwohl diese einen geringer Anteil von Nickel enthalten ist. Dieser Anteil Nickel reicht aus, um Allergien hervorzurufen. Daher ist es empfehlenswert, nach „100 % nickelfreien Trauringen“ zu fragen.

  • Gold: Goldringe werden in verschiedenen Farben angeboten etwa Weißgold, Gelbgold oder Rotgold. Es werden die Feingehalte 333, 585, 750 und 999 angeboten (je geringer der Feingehalt, desto weniger reines Gold enthält das Schmuckstück – bei einem Feingehalt von 333 enthält der Ring 333 Anteile Gold und 777 Anteile an anderen Metallen).
  • Wahl des Goldwertes: 333er-Gold ist für Eheringe eher ungeeignet, da dieses nach einer Zeit stumpf anläuft und keine tiefe Goldfärbung gewährleistet. Häufig wird der Feingehalt von 585 gewählt, da dieser eine schöne Farbigkeit ermöglicht, aber dennoch die nötige Stabilität bietet. Ein Feingehalt von 750 ist nur bei breiteren und dickeren Eheringen zu empfehlen, wohingegen 999 Feingehalt weniger zu empfehlen ist, da Gold ein sehr weiches Material ist und die Trauringe im täglichen Gebrauch verformt oder schnell abgetragen werden können.
  • Platin: Platin ist meist robuster als Gold, doch auch teuer. Es ist widerstandsfähiger als alle anderen Schmuckmetalle, trägt sich somit nicht ab und hält jeden Edelstein sicher gefasst.
  • Palladium: Palladium ist ein beliebtes Material, da es günstiger als Platin ist, aber dennoch beständiger als Gold.
  • Titan: Titan ist extrem leicht und hitzebeständig sowie hautfreundlich und härter als Stahl. Selbst Säuren können dem Material keinen Schaden zufügen. Titan ist somit passend für Menschen, die beispielsweise einem Beruf nach gehen, bei dem der Ehering stark beansprucht wird.
  • Silber: Silber ist ein eher weiches Material und wird daher nicht für Trauringe empfehlenswert.
  • Edelstahl: Edelstahl ist ein eher helles Metall und aufgrund seiner Strapazierfähigkeit auch bei Trauringen beliebt, obwohl es häufig nicht so „edel“ wirkt wie beispielsweise Platin. Die Oberfläche lässt sich problemlos reinigen und überdauert Jahre.

Breite/Dicke

Bei der Wahl von Breite und Dicke sind nur wenig Grenzen gesetzt. Derzeit sind Ringbreiten von 4 bis 5 mm am beliebtesten, jedoch können auch solche in den Breiten von 2 bis 10 mm problemlos gefunden werden. Auch die Dicke des Ringes wird in verschiedenen Möglichkeiten angeboten. Ein zu dicker Ring stört jedoch im Alltag; ein zu dünner würde sich schnell abnutzen und ein Verbiegen des dünnen Materials verursachen. Daher wird von vielen Juwelieren empfohlen, eine Dicke von mindestens 18 mm zu wählen. Die Breite und Dicke des Ringes sollte zur Hand des Trägers passen und diesen im Alltag nicht behindern. Auch ist nicht jede Oberflächengestaltung und jeder Steinbesatz zu realisieren und sollte bei der Wahl der Ringbreite bedacht werden. Die Anprobe des Ringes und die Beratung eines Fachmanns ist hier dringend zu empfehlen.

Form

Trauringe sind in verschiedenen Profilen erhältlich. Hier ist auf einen guten Tragekomfort zu achten. Dazu trägt der Querschnitt der Trauringe bei. Von außen können Ringe abgerundet oder kantig gestaltet sein. Genauso kann jedoch auch die Innenseite des Ringes frei gewählt werden. Bombierte Ringe beispielsweise haben eine abgerundeter Ringinnenseite und tragen dabei sehr zum Tragekomfort bei. Die Ausprägung der Bombierung kann ebenfalls oft individuell gewählt werden. Unabhängig davon, kann die Ringaußenkante dennoch, wenn gewünscht, kantig gewählt werden. Doch aussen kann dies den Komfort ebenfalls einschränken. Auch bei der Ringform ist das Probieren unterschiedlicher Profile wichtig, um das passende auszuwählen. Tipp: Soll der Verlobungsring als Beisteckring getragen werden? Dann sollte dieser mitgenommen und an den potentiellen Ehering angepasst werden.

Oberflächen

Bei der Oberflächengestaltung sind heutzutage fast keine Grenzen mehr gesetzt: Poliert, gehämmert-, strich-, eis-, schräg- oder sandmatt oder galvanische Mattierung: All dies ist möglich.

Tipp: Kratzer und Abrieb sind bei regelmäßigem Tragen der Eheringe nicht zu vermeiden. So kann ein Muster an Brillianz verlieren und eine matte Oberfläche wird mit der Zeit glatt und glänzend poliert. Viele entscheiden sich daher direkt für eine polierte Variante.

Weitere Gestaltungsmöglichkeiten

Eine schier unzählbare Variation an Mustern und Prägungen ist bei der Auswahl heutzutage möglich. Auch ungewöhnliche Ringformen sind wählbar z.B. viereckige Ringe. Oft wird für den Damenring (jedoch manchmal auch für beide Ringe) eine Variante gewählt, bei der ein oder mehrere Schmucksteine eingesetzt werden.